Die „Gläserne Stadt“
Die „gläserne Stadt“ ist ein Begegnungsangebot zum städtischen Zusammenleben
Spendenaufruf nach Stadtratsentschluss
In der Stadtratssitzung der Großen Kreisstadt Pirna am 3. Februar 2026 wurden zwei bewährte Projekte der Aktion Zivilcourage e. V. von der Förderliste gestrichen – noch bevor über die eingereichten Anträge inhaltlich abgestimmt wurde.
Betroffen sind das Projekt die „Gläserne Stadt“, in dem Kinder und Jugendliche wichtige Institutionen wie Rathaus, Polizei und Feuerwehr kennenlernen, sowie thematisch begleitende Workshops an Pirnas Schulen.
Wir respektieren das Entscheidungsrecht des Stadtrats. Was wir jedoch vermissen, ist ein rechtsstaatlich sauberer Verfahrensweg. Wenn Förderanträge ohne inhaltliche Prüfung ausgeschlossen werden, steht mehr auf dem Spiel als ein einzelnes Projekt: Es geht um Vertrauen in demokratische Prozesse.
Außerdem wurde die über 23-jährige Kooperation zum „Markt der Kulturen“ beendet. Diese Entscheidung trifft vor allem die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, Vereine und Initiativen, die sich in einem langjährigen Netzwerk mit und für den „Markt der Kulturen“ engagierten.
Unabhängig vom weiteren Verfahren möchten wir unsere Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln, für Kinder, für Jugendliche, für Schulen und Ehrenamtliche in Pirna. Dafür brauchen wir jede helfende Hand, jeden klugen Gedanken und jeden Euro, der möglicherweise gespendet werden kann. Hier finden Sie den Link zum Spendenformular.
Denn Demokratie lebt nicht nur von Mehrheiten.
Sie braucht verlässliche Verfahren.
Unsere Vision
Wir möchten junge Menschen dabei unterstützen, ihre Stadt als lebendiges Netzwerk zu verstehen und sich darin als wirksamen Teil der Gesellschaft zu erleben. Die „Gläserne Stadt“ schafft niedrigschwellige, lebensnahe Zugänge zu kommunalen Strukturen und demokratischen Prozessen – für alle Schüler:innen, unabhängig von Herkunft oder Förderbedarf.
Besonders Jugendliche in DaZ-Klassen sowie Lern- und Fördergruppen profitieren von unserem inklusiven Ansatz: Mit einfacher Sprache, visuellen Methoden und individueller Begleitung ermöglichen wir Teilhabe für alle und schaffen Orientierung in einem oft schwer zugänglichen System.
Gleichzeitig richtet sich unser Angebot gezielt an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Wir unterstützen Sie mit modular aufgebauten, erprobten Formaten, die sich passgenau und lehrplankonform in den Unterricht integrieren lassen – praxisnah und ohne großen Vorbereitungsaufwand. In enger Abstimmung mit Ihnen planen wir Inhalte und Abläufe, führen vorbereitende Workshops an der Schule durch und begleiten die Nachbereitung, insbesondere im Kontext von DaZ-Klassen.
Im Zentrum stehen persönliche Begegnungen mit lokalen Akteur:innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Durch interaktive Workshops, Planspiele und Besuche bei Institutionen wie Rathaus, Feuerwehr, Polizei, Amtsgericht oder Stadtwerken erleben Jugendliche ihre Stadt unmittelbar und mit allen Sinnen. Sie stellen Fragen, gewinnen authentische Einblicke und setzen sich aktiv mit Entscheidungsprozessen auseinander. So entsteht Verständnis für Zusammenhänge, Vertrauen in demokratische Strukturen und die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können.
Die „Gläserne Stadt“ ist modular, zielgruppenorientiert und praxiserprobt – auch in binationalen Kontexten, etwa in deutsch-tschechischen Klassen. Unser Ziel ist es, Demokratie erfahrbar zu machen, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und junge Menschen zu befähigen, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. Denn eine Stadt ist nur so stark, wie die Gemeinschaft, die sie trägt.
Darum Geht’s
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Mehr InformationenDie „Gläserne Stadt“ ist ein Bildungs- und Begegnungsangebot für Jugendliche mit regionalem Bezug zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Es reagiert auf einen wachsenden Bedarf: Viele junge Menschen fühlen sich von politischen Prozessen und kommunalen Strukturen nicht ausreichend angesprochen oder einbezogen. Häufig fehlt es an Orientierung – und an konkreten Zugängen, um zu verstehen, wie eine Stadt als Ganzes funktioniert.
Um diese Lücke zu schließen, lädt die „Gläserne Stadt“ Jugendliche dazu ein, ihre Stadt neu zu entdecken – nicht als lose Ansammlung einzelner Orte oder Institutionen, sondern als lebendiges Netzwerk aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dazu öffnen wir Türen zu Rathaus, Feuerwehr, Polizei, Amtsgericht, Stadtwerken, Citymanagement, Medien und vielen weiteren Partnern. Jugendliche erleben ihre Stadt nicht als anonymen Apparat, sondern als gestaltbaren Raum, in dem sie selbst wirksam werden können.
Wer entscheidet über die Geschicke in einer Stadt?
Wer kümmert sich um die Versorgung und wer hält die Bürgerschaft auf dem Laufenden?
Wo Können wir Demokratie in unserem direkten Lebensumfeld entdecken?
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