Demokratie erleben, die eigene Stadt entdecken und selbst etwas bewegen: Für diesen Ansatz wurde die „Gläserne Stadt“ am 30. September 2026 mit dem Machen!2026-Preis ausgezeichnet. Eine besondere Anerkennung für ein Projekt, das junge Menschen ermutigt, ihre Umgebung besser kennenzulernen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Demokratie beginnt vor der eigenen Haustür

Wer entscheidet eigentlich, wo ein neuer Spielplatz entsteht? Wie funktioniert eine Stadtverwaltung? Und wer sorgt dafür, dass unsere Stadt lebenswert bleibt?

Fragen wie diese beschäftigen Kinder und Jugendliche ganz unmittelbar. Die Antworten darauf sind jedoch nicht immer leicht zu finden. Genau hier setzt die „Gläserne Stadt“ an: Wir machen kommunale Strukturen verständlich, öffnen Türen zu wichtigen Institutionen und bringen junge Menschen mit denjenigen ins Gespräch, die unsere Stadt und Region mitgestalten.

Ob im Rathaus, bei der Feuerwehr, der Polizei, im Amtsgericht oder beim Citymanagement – bei unseren Besuchen lernen Schülerinnen und Schüler die Menschen, Aufgaben und Abläufe hinter den Kulissen kennen. In Workshops und Planspielen können sie das Erlebte vertiefen, unterschiedliche Perspektiven einnehmen und eigene Ideen entwickeln.

Dabei geht es um weit mehr als die Vermittlung von Wissen. Wir möchten zeigen, dass Demokratie nicht nur in politischen Debatten oder im Unterricht stattfindet. Sie begegnet uns jeden Tag – in unserem Wohnort, in unserer Schule und in den Entscheidungen, die unser Zusammenleben betreffen.

Eine Auszeichnung, die Mut macht

Am 30. September 2026 wurde die „Gläserne Stadt“ mit dem Machen!2026-Preis ausgezeichnet. Darüber freuen wir uns sehr!

Der Preis ist für uns eine wertvolle Anerkennung unserer Arbeit und bestärkt uns darin, jungen Menschen neue Zugänge zu demokratischen Prozessen zu eröffnen. Er würdigt einen Ansatz, der auf persönliche Begegnungen, praktische Erfahrungen und die aktive Beteiligung junger Menschen setzt.

Denn Demokratie wird besonders dann greifbar, wenn aus abstrakten Begriffen konkrete Erfahrungen werden: wenn Jugendliche ihre Fragen direkt an einen Bürgermeister richten, erfahren, wie Entscheidungen im Stadtrat zustande kommen, oder selbst überlegen, wie sie ihren Schulweg, ihren Stadtteil oder ihre Gemeinde verbessern würden.

Solche Erlebnisse können Perspektiven verändern. Sie helfen jungen Menschen, Zusammenhänge zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen in die Möglichkeiten demokratischer Mitgestaltung zu entwickeln.

Mehr über den Wettbewerb und die ausgezeichneten Projekte gibt es auf der Website des Machen!-Wettbewerbs.

Gemeinsam hinter die Kulissen schauen

Die „Gläserne Stadt“ lebt von Begegnungen. Erst durch die Offenheit der beteiligten Institutionen, das Engagement der Schulen und die Neugier der Kinder und Jugendlichen werden unsere Angebote zu lebendigen Lernerfahrungen.

Deshalb gilt unser Dank allen Partnerinnen und Partnern, die ihre Türen öffnen, sich Zeit für Fragen nehmen und Einblicke in ihre Arbeit ermöglichen. Ebenso danken wir den Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, die diese Begegnungen gemeinsam mit uns vorbereiten und begleiten.

Und natürlich danken wir den Kindern und Jugendlichen selbst. Ihre Fragen, Ideen und manchmal überraschenden Perspektiven zeigen uns immer wieder, wie viel Potenzial darin steckt, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen Raum zur Mitgestaltung zu geben.

Die Auszeichnung ist deshalb nicht nur eine Anerkennung für unser Projektteam. Sie steht auch für die vielen Menschen, die die „Gläserne Stadt“ gemeinsam möglich machen.

Weiterhin neugierig bleiben und mitgestalten

Unser Ziel bleibt es, jungen Menschen zu zeigen, dass ihre Stadt mehr ist als eine Ansammlung von Gebäuden und Straßen. Sie ist ein Netzwerk aus Menschen, Institutionen und Entscheidungen – und sie lebt davon, dass Menschen sich einbringen.

Wir möchten auch weiterhin Begegnungen ermöglichen, Fragen Raum geben und demokratische Prozesse verständlich machen. Denn wer seine Stadt kennt, kann sie besser verstehen. Und wer versteht, wie Entscheidungen entstehen, kann auch eher erkennen, wo und wie die eigene Stimme etwas bewirken kann.

Der Machen!2026-Preis ist für uns ein schöner Ansporn, diesen Weg weiterzugehen.

Denn Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen. Und damit kann man nicht früh genug anfangen.